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MAX intensiv

Stabilisierung und Stärkung für SchülerInnen aus Familien in herausfordernden Lebenssituationen

MAXintensiv ist ein Handlungsansatz mit dem Ziel, herausfordernde Familiensituationen gemeinsam  zu verändern.
Mit ins Boot gehören:

  • die Eltern und ihre Kinder/Jugendlichen
  • die Schule mit den beteiligten LehrerInnen
  • die jeweiligen Schulklassen
  • die Peergroups der betroffenen jungen Menschen
  • die pädagogischen Fachkräfte von .synergıe
  • der Soziale Dienst der Jugendämter
  • das erweiterte Familien- und professionelle Helfersystem


Zielgruppe

Im Mittelpunkt die Jugendlichen und Ihre Lebenswelt 

MAXintensiv ist eine ambulante Hilfeform mit elternaktivierender Ausrichtung für Familien in schwierigen Lebenssituationen mit dem Schwerpunkt der (Re-)Integration in die Lebenswelt Schule“  oder „Reduzierung von Stress in der Schule“.

Das Leistungsangebot von MAXintensiv ist darauf ausgerichtet, Kindern und Jugendlichen, sowie deren Eltern in schwerwiegenden Problemlagen eine effektive und nachhaltige Unterstützung  zu ermöglichen. Diese erfolgt vor allem durch spezielle Angebote für Eltern bzw. für ganze Familien, die auf die (Wieder-)Erlangung und Gewährleistung elterlicher Erziehungsfähigkeit und Präsenz ausgerichtet ist. 
In gleichem Maße sind Schule und Gemeinwesen wichtige Säulen der Hilfe.
Nur in diesem Gesamtkontext ist eine fundierte, nachhaltige Integration in den Schulalltag und eine positive Lebenswegplanung möglich.

Die Unterstützungsangebot ist geeignet für Familien

  1. mit Kindern zwischen 10 und 15 Jahren, die im aktuellen Schulkontext an ihre Grenzen geraten und diesbezüglich vor Herausforderungen stehen (aufgrund von Herausforderungen im Bereich der Eltern-Kind-Interaktion oder Herausforderungen in verschiedensten Lebensbereichen)
  2. Familien, bei denen ein oder mehrere Kinder von Fremdunterbringung, beziehungsweise von einer Umschulung  bedroht sind
  3. Familien, bei denen eine Rückführung der Kindern angestrebt wird


MAXintensiv ist eine ambulante Hilfeform. Sie findet ihre gesetzliche Verankerung  in den Hilfen zur Erziehung nach § 31 und § 27 Abs. 2 und 3 SGB VIII bzw. nach  §26ff JWG (in Österreich).


Ziele und Aufgaben

Die Chance  auf (Re-)Integration in die Lebenswelt Schule

Ziele sind:

  • die Entwicklung, Stärkung und Förderung der erzieherischen Kompetenz der Eltern durch das  Lernen im und am Alltag
  • Erkennen der eigenen Muster, der Teilhabeprozesse in Schule und Lebenswelt
  • (Re-)Aktivierung der jungen Menschen zur bewussten, selbstbestimmten Lebenswegeplanung
  • Die Hilfeform zielt darauf ab, Familien zu befähigen, akute Krisen, sowie dauerhafte Belastungen miteinander zu bewältigen.

Dazu gehören:

  • Krisenbewältigung
  • (Re-)Integration des Kindes/Jugendlichen in die Familie, in das soziale Umfeld und insbesondere in die Lebenswelt Schule
  • Klärung, Nutzung und Erweiterung  der familiären Ressourcen
  • Befähigung der Eltern zu eigenverantwortlichem erzieherischen Handeln
  • Befähigung zur Organisation und Strukturierung des Alltags
  • Befähigung zu Aufbau und Sicherung eines stützenden und stärkenden sozialen Netzwerkes
  • Erlernen von Problem- und Konfliktlösungsstrategien
  • Lebensgestaltung unter Berücksichtigung der eigenen und der Bedürfnisse anderer

Daher kann diese Hilfe jeder potentiellen Umschulung oder Schulverweigerung vorangestellt werden.


Wege und Methoden

Elternaktivierung und Helfer-Synchronisierung

Bei MAX intensiv wird der Fokus nicht alleine auf die SchülerInnen gelegt, sondern durch Elternaktivierung und Sozialraumorientierung ergänzt. Neben der Arbeit mit den jungen Menschen selbst, werden die jeweiligen LehrerInnen der Klassenstufe,  das Gesamtlehrerkollegium, die Klasse, die unmittelbare Peergroup und nicht zuletzt die Eltern (in Form von Elterngruppen) aktiv in die Hilfe einbezogen.

MAX intensiv arbeitet nach einem familienaktivierenden Ansatz (u.a. mit Elementen des SIT - Modells von Michael Biene). Kooperative und familienerhaltende Beziehungen werden gefördert, um die bestehenden Bindungen zwischen Eltern und Kind zu stärken und Kompetenzen zu entwickeln. Das Erarbeiten einer aktiven Haltung der Eltern in Bezug auf ihre familiären Probleme steht im Mittelpunkt der Arbeit. Das Ausfüllen der Elternrolle bewirkt eine Veränderung im Verhalten von Eltern und Kindern.

Kontakt und Austausch zwischen Eltern bildet ein wesentliche Element dieses Handlungskonzepts, mit dem Ziel, familiäre Ressourcen zu aktivieren und  auf vielfältige Weise voneinander zu profitieren. Zur Erreichung dieses Ziels unterstützen sich Eltern gegenseitig in Form einer  lösungsorientiert arbeitenden Elterngruppe. Auf diese Weise werden Selbsthilfekräfte geweckt und durch die Arbeitsstruktur der Gruppe institutionalisiert.

Ein weiterer zentraler Aspekt für den Erfolg der Hilfe ist die Kooperation zwischen Jugendwohlfahrt/Jugendamt und dem Team von .synergıe. Durch ausreichend Transparenz, Absprachen und gemeinsame Fallreflexion kann eine zunehmende Synchronisierung im Hilfesystem erreicht werden, die eine optimale Voraussetzung für die Entwicklung der Familie bildet.

In diesem Kontext ist es auch wichtig, das gesamte Netzwerk der am Hilfeprozess beteiligten Personen über die Hilfe zu informieren, so dass im Vorfeld klare Hilfeanträge gestellt werden können, die dem jeweiligen Bedarf der Familie entsprechen.


Ablauf

Flexible Versorgungsdauer durch zwei Zeitvarianten 

MAX intensiv ist auf einen Zeitraum von 18 Monaten angelegt. Der intensiven Arbeitsphase von 7 Monaten folgt eine 11-monatige Stabilisierungsphase, in der das Familiensystem gestärkt und Erreichtes vertieft wird. Die Stabilisierungsphase wird durch ein 2-monatiges Solo eingeleitet. In der Zeit des Solos geht es darum, dass die Familie ihre gemachten Lernerfahrungen und gesteckten Zielen eigenständig umsetzt, erprobt und reflektiert. Die Selbstverantwortung für den Familienprozess soll in den Fokus gerückt werden.

MAX intensiv

  1. Anamnesephase (2 Monate)
  2. Intensivphase (4 Monate)
  3. Vorbereitung Solo (1 Monat)
  4. Solo (2 Monate)
  5. Stabilisierungsphase (8 Monate)
  6. Abschlussphase (1 Monat)


Je nach Bedarf kann die Hilfe auch schon nach 7 Monaten beendet werden. Sollte bei Familien kein Stabilisierungsbedarf  bestehen, geht die Intensivphase direkt in die Abschlussphase über. 
Eine Überversorgung wird dadurch ausgeschlossen.

Kurzvariante davon:  MAX

  1. Anamnesephase (2 Monate)
  2. Intensivphase (4 Monate)
  3. Abschlussphase (1 Monat)


Nach Beendigung der Hilfe werden die Familien zweimal jährlich zu einem offenen MAX-Brunch in den Räumlichkeiten der Café Bar Pension Fugunt eingeladen. Außerdem können sie bei Bedarf und Interesse weiter an den laufenden Elterngruppen teilnehmen.

  • FuX - Familienunterstützung X

    Stärkung von Familien in herausfordernden Lebensphasen

  • FiF plus - Familie im Fokus

    Stabilisierung und Stärkung von Familien in herausfordernden Lebensphasen und Krisen

  • MAX Intensiv

    Stabilisierung und Stärkung für SchülerInnen aus Familien in herausfordernden Lebenssituationen

  • TRIAS

    lernen und wohnen unter einem Dach.
    Ein Handlungsansatz zur Stabilisierung und Stärkung von Familien in herausfordernden Lebensphasen und Krisen

  • Grundhaltung und Vision

    Grundhaltung und Vision zu den  familienbegleitenden Angeboten FUX, FIF intensiv, MAX intensiv und TRIAS