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TRIAS - Wohnen und Lernen unter einem Dach

ein intensives Unterstützungsangebot zur Aktivierung und Stärkung von Familien in besonders herausfordernden Lebensphasen

Ursprünglich bezeichnet der Begriff TRIAS ein Dreimann-Kielboot. Kielboote sind aufgrund der durch den Kiel bewirkten Gewichtsstabilität sehr kentersicher. Im Sinne des Stehaufmännchen-Prinzips können sie sich nach einer erfolgten Kenterung wieder selbst aufrichten. Daher sind Kielboote familientaugliche Segelfahrzeuge.

TRIAS ist eine flexible Hilfeform für Familien in herausfordernden Lebensphasen und Krisen unter Einbezug eines Wohnsettings für maximal vier Familien. Ziel ist es, schwerwiegende Familiensituationen gemeinsam mit allen Beteiligten zu verändern.

Mit ins „Boot“ gehören:

  • die Eltern und ihre Kinder
  • die pädagogischen Fachkräften von .synergıe
  • der Soziale Dienst der Jugendämter


Das Zentrum von TRIAS bildet ein Haus, in dem:

  • Eltern und Kinder zeitweise zusammen mit anderen Familien wohnen und lernen
  • Eltern gemeinsam mit anderen Eltern und geschulten pädagogischen Fachkräften neue Erziehungsansätze entwickeln und praktisch einüben

 

Zielgruppe

Im Mittelpunkt die Familie

Das Leistungsangebot von TRIAS ist darauf ausgerichtet, Kindern und Jugendlichen, sowie deren Eltern in schwerwiegenden Lebensphasen und Krisen eine effektive und nachhaltige Unterstützung  zu ermöglichen. Diese erfolgt vor allem durch spezielle Angebote für Eltern bzw. für ganze Familien, die auf die (Wieder-)Erlangung und Gewährleistung elterlicher Erziehungsfähigkeit und Präsenz ausgerichtet ist.

Das Unterstützungsangebot richtet sich an:

  1. Familien, die von der Trennung eines oder mehrerer Kinder durch Fremdunterbringung bedroht sind (aufgrund von Herausforderungen im Bereich der Eltern-Kind-Interaktion oder Herausforderungen in verschiedensten Lebensbereichen)
  2. Familien, bei denen die Rückführung eines oder mehrerer Kinder angestrebt wird

 

TRIAS ist eine ambulante Hilfeform. Sie findet ihre gesetzliche Verankerung  in den Hilfen zur Erziehung nach § 27 Abs. 2 und 3 SGB VIII.

Während die Eltern mit ihren Kindern phasenweise im TRIAS wohnen, verändert sich die ambulante Hilfeform nicht. Auch die elterliche Sorge bleibt unberührt. Damit bleiben die Eltern voll für ihr(e) Kind(er) verantwortlich.
 

Ziele und Aufgaben

Erzieherische Kompetenz durch Lernen im und am Alltag

Ziel ist die (Re-)Aktivierung und nachhaltige Stabilisierung des Familiensystems durch die Förderung der erzieherischen Kompetenz durch das  Lernen im und am Alltag. Daher kann diese Hilfe jeder potentiellen Heimunterbringung vorangestellt werden.

Die Hilfeform zielt darauf ab, die Fremdunterbringung von Kindern zu vermeiden und Familien zu befähigen, akute Krisen, sowie dauerhafte Belastungen miteinander zu bewältigen. Dazu gehören:

  • Krisenbewältigung
  • (Re-)Integration des Kindes/Jugendlichen in die Familie und in das soziale Umfeld
  • Klärung, Nutzung und Erweiterung der familiären Ressourcen
  • Befähigung der Eltern zu eigenverantwortlichem erzieherischen Handeln
  • Befähigung zur Organisation und Strukturierung des Alltags
  • Befähigung zu Aufbau und Sicherung eines stützenden und unterstützenden sozialen Netzwerkes
  • Erlernen von Problem- und Konfliktlösungsstrategien
  • Lebensgestaltung unter Berücksichtigung der eigenen Bedürfnisse und der Bedürfnisse anderer

 

Wege und Methoden

Elternaktivierung als zentrales Element

TRIAS arbeitet nach einem familienaktivierenden Ansatz (u.a. mit Elementen des SIT-Modells von Michael Biene). Kooperative und familienerhaltende Beziehungen werden gefördert, um die bestehenden Bindungen zwischen Eltern und Kind zu stärken und Kompetenzen zu entwickeln. Das Erarbeiten einer aktiven Haltung der Eltern in Bezug auf ihre familiären Probleme steht im Mittelpunkt der Arbeit. Das Ausfüllen der Elternrolle bewirkt eine Veränderung im Verhalten von Eltern und Kindern.

Die erzieherischen, versorgenden und sozial-emotionalen Zuständigkeiten verbleiben während des gesamten Hilfeprozesses bei den Eltern. Diese werden durch gezielte Interventionen in ihrer erzieherischen Tätigkeit unterstützt und gemäß ihrer Fähigkeiten angeleitet.

Kontakt und Austausch zwischen Eltern bildet ein wesentliche Element dieses Handlungskonzepts, mit dem Ziel, familiäre Ressourcen zu aktivieren und  auf vielfältige Weise voneinander zu profitieren. Zur Erreichung dieses Ziels unterstützen sich Eltern gegenseitig in Form einer lösungsorientiert arbeitenden Elterngruppe. Auf diese Weise werden Selbsthilfekräfte geweckt und durch die Arbeitsstruktur der Gruppe institutionalisiert.

 

Ablauf

Drei Etappen auf dem Weg zum selbstgestecktem Ziel 

TRIAS ist auf einen Zeitraum von 18 bis 20 Monaten angelegt.

Die Hilfe findet größtenteils in den Räumlichkeiten von TRIAS statt - nach Absprache auch bei der Familie zuhause.

Die Phasen von TRIAS

  1. Auftragsklärung: Aktivierung & Zielvereinbarungen (bis zu 8 Wochen)
  2. Intensivphase: Wohnen und Lernen im TRIAS Haus (6 Monate)
  3. Stabilisierungsphase: Sicherung und Vertiefung des Erreichten (12 Monate)


Nach Beendigung der Hilfe werden die Familien dreimal jährlich zu einem Familien-Brunch in die Räumlichkeiten des Fugunts in Kressbronn eingeladen. Außerdem erhalten Familien drei Beratungsgutscheine, die sie bei Bedarf einlösen können.

Ort

TRIAS
Hinterkirch 19
88090 Immenstaad/Bodensee

Ansprechpartnerin

Sabine Rief
m +49 163 7372365
sr@synergie.li

  • FuX - Familienunterstützung X

    Stärkung von Familien in herausfordernden Lebensphasen

  • FiF plus - Familie im Fokus

    Stabilisierung und Stärkung von Familien in herausfordernden Lebensphasen und Krisen

  • MAX Intensiv

    Stabilisierung und Stärkung für SchülerInnen aus Familien in herausfordernden Lebenssituationen

  • TRIAS

    lernen und wohnen unter einem Dach.
    Ein Handlungsansatz zur Stabilisierung und Stärkung von Familien in herausfordernden Lebensphasen und Krisen

  • Grundhaltung und Vision

    Grundhaltung und Vision zu den  familienbegleitenden Angeboten FUX, FIF intensiv, MAX intensiv und TRIAS