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SocialBRA*

ambulante Maßnahme für Jugendliche und junge Menschen zur individuellen Stabilisierung und Stärkung im familiären Kontext in extrem herausfordernden Lebens-/ Pubertätsphasen und Krisen

 

SocialBRA steht im diametralen Gegenüber der Rap-Kultur. Sie greift die aktuellen Wörter der Szene auf und spiegelt die materiell, narzisstischen Werte in ein soziales und familiäres Miteinander, beschreibt aber auf der anderen Seite auch sehr genau die Zielgruppe.
Die Rechtsgrundlage ist § 30 SGB VIII in Verbindung mit § 27, Abs. 2 und 3 SGB VIII, sowie in Verbindung mit § 41 SGB VIII.
Eine Betreuungshilfe in dieser Ausrichtung ist für junge Menschen vorgesehen, die einer intensiven Unterstützung zur sozialen Integration und zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung bedürfen.
Das Angebot wird für Teilnehmer*Innen der Sozialen Trainingskurse (STK) angeboten. Die Arbeit im Gruppensetting im Rahmen des STK ersetzt in dieser Form die Anamnese. Die Zielgruppe ist ein Personenkreis, der als besonders belastet angesehen werden kann. Die familiäre Situation der jungen Menschen ist sehr angespannt und von massiven Konflikten gezeichnet. Die Zielgruppe ist altersmäßig in einem sehr großen Spektrum zwischen 14 und 21. Dies ergibt die Auflage aus dem Strafverfahren. Durch diese Situation sind auch die Inhalte und methodischen Ansätze sehr weit gefächert. Sie können von der Schulverweigerung über zeitweilige Obdachlosigkeit, bis hin zur Verselbstständigung reichen.

Im Mittelpunkt der Mensch

Das Leistungsangebot von socialBRA ist darauf ausgerichtet Jugendlichen und jungen Menschen, unter Einbeziehung ihrer Eltern, in schwerwiegenden und multifaktoriellen Problemlagen eine effektive und nachhaltige Unterstützung zu ermöglichen. Diese erfolgt vor allem durch spezielle Angebote für Jugendliche und jungen Menschen in der Unterstützung zur eigenverantwortlichen Lebensführung. Die Jugendlichen und jungen Menschen werden durch authentische, niederschwellige und Angebote auf Augenhöhe durch die Fachkräfte unterstützt und begleitet.
 
Das Angebot ist geeignet für Jugendliche und junge Menschen
 
·       im Anschluss an einen Sozialen Trainingskurs
·       mit Gewaltpotenzial oder einschlägigen Auflagen
·       mit schweren Zerwürfnissen, massiven Störungen in der Beziehung zu ihren Eltern
·       mit Perspektivlosigkeit und Schulabsentismus
·       beim Scheitern im Übergang Schule - Beruf
·       mit Problematiken aufgrund ihres Migrationshintergrundes
·       bei drohender Obdachlosigkeit
·       bei Drogenmissbrauch
·       Ergänzend zu Streetwork oder Beratungsstellen
·       bei der Unterstützung zur Verselbständigung
 
Das Ziel ist die (Re-)Aktivierung und nachhaltige Stabilisierung als Individuum und im Familiensystem und eine Begleitung und Verselbständigung in die „Erwachsenen-Welt“.
 

Methodische Herangehensweise

Das aufsuchende Angebot findet in den Sozialräumen der Jugendlichen und jungen Menschen, in den Räumlichkeiten der synergie, in den Räumlichkeiten der Familien statt. Die konkrete Vereinbarung der Beratungstermine, Hausbesuche, Treffen orientiert sich an den Lebenswirklichkeiten der Jugendlichen und jungen Menschen. Darüber hinaus wird die Kommunikation über die sozialen Medien aufrechterhalten, um so die Lebenswelt der Betreuenden zu erleben und erfahren. Ebenfalls findet die Begegnung mit den jungen Menschen bei Freizeitaktivitäten statt oder sie werden dahingehend motiviert (z. B.: „Gewaltfrei Durchboxen“). Weiter wird die berufliche Orientierung durch konkrete Begleitung zu Ausbildungs- oder Schulterminen unterstützt.
Die Jugendlichen werden durch die Mitarbeiter aus dem STK weiter begleitet. So können wir den Transfer aus dem Kurs sicherstellen. Zum einen sind es die Inhalte zum anderen die Beziehung, die ausschlaggebend für die weitere Begleitung ist. Durch die zweite Person aus dem STK, ist eine qualitative Reflexion und eine zusätzliche Option für die Arbeit mit dem Jugendlichen und dessen Familie gegeben.

*Der Ausdruck Bra ist die Abkürzung für "Bratan" und stammt aus dem russischen Slangg und bedeutet auf deutsch "Bruder". Sinngemäß bedeutet der Begriff "Kumpel", "Kollege", "Alter" oder "Freund".
  • BJW Fugunt

    Ankommen gestalten vor dem Hintergrund der Sozialraumorientierung und der Einbeziehung der Herkunftsfamilie: betreutes Jugendwohnen

  • Schulsozialarbeit

    Schule als verlässlichen Lebensraum mit Schülerinnen, Eltern und Lehrkräften gestalten

  • Soziale Trainingskurse

    Ressourcenorientierte Kurse mit delinquenten Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf richterliche Weisung

  • Soziale Gruppenarbeit an Schulen

    Soziales Lernen in Gruppen in der Grundschule und weiterführenden Schulen

  • SocialBRA

    ambulante Maßnahme für Jugendliche und junge Menschen zur individuellen Stabilisierung und Stärkung